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Swiss Re Ltd
/ Schlagwort(e): Wissenschaftl. Publikation
Zürich/London, 25. September 2026 – Risiken sind zunehmend miteinander verknüpft. Dadurch entstehen neue Wege, über die sich zunächst begrenzte Störungen schneller und weiter in der Wirtschaft ausbreiten können. Eine neue gemeinsame Analyse von Swiss Re Institute und London School of Economics (LSE) zeigt 24% mehr Verbindungen zwischen den von 91 Fortune-100-Unternehmen ausgewiesenen Risiken als 2019. KI und Lieferketten entwickeln sich dabei zu wichtigen Knotenpunkten. Die Ergebnisse deuten auf eine breitere Verschiebung bei systemischen Risiken hin: Risiken im Finanz- und Digitalsektor, Naturgefahren und sozioökonomische Risiken greifen zunehmend ineinander. Wie schwer die nächste systemische Krise ausfällt, könnte weniger von der Grösse des ursprünglichen Schocks abhängen als davon, wo er auftritt und wie weitreichend seine Folgen sind. Die wachsende Abhängigkeit von gemeinsamen Lieferanten, Technologieplattformen und kritischer Infrastruktur kann dazu führen, dass sich Störungen auf scheinbar unabhängige Bereiche der Wirtschaft ausweiten. Jérôme Haegeli, Group Chief Economist und Head SwissReInstitute: «Je stärker Risiken miteinander verknüpft sind, desto kleiner ist der Spielraum für Fehler, insbesondere wenn Regierungen vieler Industrieländer weniger Handlungsspielraum haben. Hohe Schulden und begrenzte politische Puffer bedeuten, dass Resilienz vor einer Krise aufgebaut werden muss, indem kritische Abhängigkeiten reduziert, Puffer gestärkt und Möglichkeiten zum Risikotransfer erhalten werden.» Ivan Gonzalez, Chief Executive Officer von Swiss Re Corporate Solutions: «Ein Unternehmen kann gut diversifiziert erscheinen, bis sich zeigt, dass Lieferanten, Technologie und Kunden auf dieselbe Infrastruktur zugreifen. Eine einzige Störung kann dann mehrere Bereiche gleichzeitig treffen. Wer diese Abhängigkeiten kennt, kann Risikokonzentrationen reduzieren und besser entscheiden, welche Risiken selbst getragen und welche übertragen werden sollen.» KI könnte den Verlauf der nächsten systemischen Krise verändern Jón Daníelsson, Director Systemic Risk Centre LSE and Reader of Finance: «Wir bereiten uns meist auf die vergangene Krise vor und versuchen davon abzuleiten, was die nächste auslösen könnte. Doch bei systemischen Krisen ist entscheidend, was nach dem Schock passiert, und KI könnte diese Dynamik grundlegend verändern. Wenn Institutionen ähnliche Modelle einsetzen und in Maschinengeschwindigkeit reagieren, kann ein beherrschbarer Schock systemisch werden, bevor Zeit zum Reagieren bleibt. Die Herausforderung ist nicht, die nächste Krise vorherzusagen, sondern auf unvorhersehbare Schocks vorbereitet zu sein.» Lieferketten sind ein weiterer wichtiger Knotenpunkt zwischen Risiken. Geopolitische Spannungen, Zölle, Klimaereignisse, Pandemien und Cyberangriffe können über Lieferketten aufeinandertreffen, sodass sich ihre Auswirkungen gegenseitig verstärken. Störungen können sich dadurch über Unternehmen und Branchen hinweg ausbreiten. Durch Naturgefahren können lokale Störungen überregionale Auswirkungen haben Weniger Spielraum, die nächste systemische Krise einzudämmen Jean-Pierre Zigrand, Director Systemic Risk Centre LSE and Associate Professor of Finance: «Verbindungen können ein System widerstandsfähiger machen, wenn sie Risiken tatsächlich breiter verteilen. Gemeinsame Abhängigkeiten können jedoch dazu führen, dass dieselben Verbindungen Schocks verstärken. Die Herausforderung besteht darin, die Vorteile der Vernetzung zu erhalten, ohne Risiken an denselben Stellen zu konzentrieren.» So erhalten Sie diese sigma-Studie Zur Studie von Swiss Re Institute und LSE Swiss Re LSE Haftungsausschluss
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