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STRABAG SE
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Halbjahresbericht 2026: STRABAG SE steigert Ergebnis und hebt Guidance für 2026 an
Der börsenotierte europäische Technologiekonzern für Baudienstleistungen STRABAG SE hat heute Zahlen für das erste Halbjahr 2026 bekannt gegeben. „Während Straßenbauprojekte aufgrund der kalten Witterung im ersten Quartal später angelaufen sind, hat die Dynamik im zweiten Quartal deutlich zugenommen, sodass wir zum Halbjahr erstmals eine Leistung von € 10 Mrd. berichten können. Vor allem die starke Nachfrage im Infrastrukturbau in Deutschland und international hat den Auftragsbestand auf einen neuen Rekordwert von € 36 Mrd. steigen lassen. Gleichzeitig setzt sich unser profitables Wachstum fort und führt zu einer weiteren Erhöhung der Ergebnisse. Auf dieser Basis heben wir unsere Guidance für das Gesamtjahr 2026 an“, erklärt Stefan Kratochwill, Vorstandsvorsitzender der STRABAG SE. Leistung und Umsatz Die STRABAG SE steigerte die Leistung im ersten Halbjahr 2026 deutlich um 12 % auf € 9.982,67 Mio. Während Verkehrswegebauprojekte im ersten Quartal infolge ausgeprägter Kälteperioden in Europa später starteten, legte die Leistung im zweiten Quartal stark zu. Der größte Zuwachs wurde in Deutschland erzielt, insbesondere in den Bereichen Energieinfrastruktur und Bahnbau. Darüber hinaus wurden auch im Vereinigten Königreich, unter anderem durch die Übernahme von Van Elle, in Tschechien und Kroatien deutliche Leistungssteigerungen erzielt. Der Konzernumsatz stieg um 15 % und damit etwas stärker als die Leistung. Als Folge nahm die Relation Umsatz/Leistung im Jahresvergleich von 89 % auf 92 % zu. Auftragsbestand Der Auftragsbestand der STRABAG SE konnte im ersten Halbjahr 2026 erneut erheblich zulegen und lag per 30.6.2026 bei € 35.985,22 Mio. Dies entspricht einem Anstieg von 27 % gegenüber dem Vorjahresstichtag bzw. von 15 % gegenüber dem Jahresende 2025. Die größten Zuwächse wurden in Deutschland, der Region Americas, Australien, Österreich sowie den osteuropäischen Kernmärkten, insbesondere Polen und Tschechien, verzeichnet. Wesentliche Auftragseingänge im ersten Halbjahr 2026 umfassen Infrastruktur-Großaufträge in Deutschland, darunter mehrere Vergabepakete für den Bau des Pfaffensteigtunnels, der Ersatzneubau der Schleuse Erlangen oder im Bahnbau die Korridorsanierung des Abschnitts Lehrte-Oebisfelde als Teil der Schnellfahrtstrecke Hannover-Berlin. In Chile schlagen Mining Aufträge im Umfang von rund € 800 Mio. zu Buche, während in Australien Bahnbau-Großaufträge im Wert von rund € 490 Mio. entgegengenommen werden konnten. In Österreich sind Aufträge im Wohnungsbau und in der Energieinfrastruktur zu nennen, während in Osteuropa großangelegte Aufträge in der Mobilitätsinfrastruktur gewonnen wurden. Ertragslage Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich im ersten Halbjahr 2026 um 30 % auf € 560,09 Mio. Bei höherem Umsatz konnte der Anteil der Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen sowie des Personalaufwands am Umsatz von 93 % auf 92 % gesenkt werden. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen erhöhten sich im Jahresvergleich auf € 385,66 Mio. (6M/2025: € 301,44 Mio.); darin enthalten sind im Gegensatz zum Vorjahr Firmenwertabschreibungen in Höhe von € 50 Mio. im Zusammenhang mit einer Akquisition. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg deutlich um 35 % auf € 174,43 Mio. Deutliche Ergebnisverbesserungen auf hohem Niveau wurden im Segment Nord + West erzielt. Im Segment Süd + Ost blieb das Ergebnis aufgrund des höheren Anteils an Verkehrswegebauprojekten im ersten Halbjahr negativ, fiel jedoch trotz des kälteren Wetters im ersten Quartal weniger negativ aus als im Vorjahr. Das Segment International + Sondersparten lieferte trotz Belastung durch die vorerwähnte Firmenwertabschreibung einen soliden Ergebnisbeitrag. Das Zinsergebnis erhöhte sich auf € 29,43 Mio., nach € 15,38 Mio. im ersten Halbjahr 2025. Während das Zinsergebnis im Vorjahr durch Kursdifferenzen in Höhe von € -13,04 Mio. belastet war, fielen diese im Berichtszeitraum mit € 0,1 Mio. kaum ins Gewicht. Außerdem führte die im Jahresvergleich höhere Liquiditätsausstattung zu höheren Zinserträgen. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag somit bei € 203,86 Mio. und damit deutlich über dem Vorjahreswert von € 144,75 Mio. Die Ertragsteuern beliefen sich auf € -83,99 Mio. (6M/2025: € -47,68 Mio.), wodurch sich die Ertragsteuerquote auf 41 % erhöhte. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf die vorerwähnte steuerlich nicht abzugsfähige Firmenwertabschreibung zurückzuführen. Daraus ergibt sich ein Ergebnis nach Steuern von € 119,87 Mio., gegenüber € 97,07 Mio. im ersten Halbjahr 2025. Das auf die Fremdanteilseigner entfallende Ergebnis lag mit € 0,81 Mio. in absoluten Zahlen auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. Insgesamt wurde ein Konzernergebnis von € 119,06 Mio. erzielt (6M/2025: € 94,89 Mio.). Bei einer gewichteten Anzahl von 115.442.696 im Umlauf befindlichen Aktien im ersten Halbjahr 2026, belief sich das Ergebnis je Aktie auf € 1,03 (6M/2025: € 0,82). Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme lag zum 30.6.2026 mit € 16,8 Mrd. um 6 % über dem Wert zum Jahresende 2025. Wesentliche Veränderungen auf der Aktivseite ergaben sich aus dem saisonal bedingten Anstieg der Vorräte und Vertragsvermögenswerte, dem ein Rückgang der liquiden Mittel gegenüberstand. Gegenüber dem Jahresende 2025 reduzierte sich die Eigenkapitalquote auf 32,7 %, blieb damit jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau (31.12.2025: 35,9 %). Diese Entwicklung ist insbesondere auf die Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2025 im ersten Halbjahr 2026 zurückzuführen. STRABAG berichtet weiterhin eine solide Netto-Cash-Position. Gegenüber dem Jahresende 2025 reduzierte sich diese aufgrund des im Baugeschäft typischen Saisonalitätseffekts und des damit verbundenen Aufbaus von Working Capital sowie der Investitionen im ersten Halbjahr von € 3.518,26 Mio. auf € 2.606,26 Mio. Der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit drehte mit € 11,16 Mio. in den positiven Bereich (6M/2025: € -284,44 Mio.). Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf einen höheren Cashflow aus dem Ergebnis sowie auf einen im Jahresvergleich geringeren Working Capital-Aufbau. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich auf € -677,99 Mio. (6M/2025: € -430,31 Mio.). Der gegenüber dem Vorjahr höhere Mittelabfluss steht im Einklang mit der Umsetzung der Strategie 2030 und ist insbesondere auf die Unternehmensakquisitionen der WTE-, Van Elle- und Stumpp-Gruppe zurückzuführen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag im ersten Halbjahr 2026 bei € -245,07 Mio. (6M/2025: € -261,75 Mio.). Damit fiel der Mittelabfluss trotz einer im Jahresvergleich höheren Dividendenausschüttung geringer aus. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere die Aufnahme von Non-Recourse-Verbindlichkeiten zur Refinanzierung der Erweiterung des Hold-Estate-Portfolios. Mitarbeiteranzahl Im ersten Halbjahr 2026 wurden im Durchschnitt 80.923 Mitarbeitende (FTE) beschäftigt, was einem Anstieg von 2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Die größten Zuwächse waren infolge der Übernahmen von Van Elle und der WTE Gruppe sowie eines Kapazitätsaufbaus zur Abwicklung von Großprojekten im Vereinigten Königreich und in Deutschland zu verzeichnen. In der Region Americas verringerte sich die Anzahl der Mitarbeitenden aufgrund der Abarbeitung von Großprojekten. Ausblick 2026 Basierend auf dem anhaltend starken Zuwachs des Auftragsbestands und der deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Quartal aktualisiert der Vorstand den Ausblick für das Geschäftsjahr 2026. Er geht nun von einer Leistung nahe € 23 Mrd. aus; zuvor lag die Einschätzung bei rund € 22 Mrd. Aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr wird die EBIT-Marge für das Gesamtjahr 2026 nun in einer Bandbreite von 5,5 % bis 6 % erwartet; ursprünglich lag die Prognose bei 5 % bis 5,5 %. Die Netto-Investitionen (Cashflow aus der Investitionstätigkeit) werden unverändert bei höchstens € 1,5 Mrd. erwartet. STRABAG SE ist ein europäischer Technologiekonzern für Baudienstleistungen, führend in Innovation und Kapitalstärke. Unser Angebot umfasst sämtliche Bereiche der Bauindustrie und deckt die gesamte Bauwertschöpfungskette ab. Wir schaffen Mehrwert für unsere Kund:innen, indem wir Bauwerke ganzheitlich, über den gesamten Lebenszyklus betrachten – von der Konzeption über die Planung und Errichtung, den Betrieb und das Facility Management bis hin zur Umnutzung oder zum Rückbau. Dabei übernehmen wir Verantwortung für Mensch und Umwelt: Wir arbeiten an der Zukunft des Bauens und investieren in unsere derzeit mehr als 250 Innovationsprojekte und 400 Nachhaltigkeitsprojekte. Durch das Engagement unserer rd. 89.000 Mitarbeiter:innen erwirtschaften wir jährlich eine Leistung von etwa € 20 Mrd. Mit einem dichten Netz aus zahlreichen Tochtergesellschaften in vielen europäischen Ländern und auch auf anderen Kontinenten erweitern wir unser Einsatzgebiet weit über Österreichs und Deutschlands Grenzen hinaus. Gemeinsam, im Schulterschluss mit starken Partner:innen, verfolgen wir ein klares Ziel: klimaneutral und ressourcenschonend planen, bauen und betreiben.
28.08.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch EQS Group |
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