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Lenzing AG
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Lenzing erzielt deutlich verbessertes Halbjahresergebnis und beschleunigt strategische Transformation
Lenzing, 05. August 2026 – Die Lenzing Gruppe erzielte im ersten Halbjahr 2026 trotz eines unverändert herausfordernden Marktumfelds, geprägt von volatilen Energie- und Rohstoffpreisen, global gedämpfter Endkundennachfrage und verschärftem Wettbewerb aus Asien, ein deutlich positives Ergebnis. Das Ergebnis nach Steuern wurde mit EUR 35,6 Mio. gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 15,2 Mio. mehr als verdoppelt. Der Free Cashflow verbesserte sich auf EUR 45,8 Mio. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) lag bei EUR 239,2 Mio., die Umsatzerlöse bei EUR 1,27 Mrd. „Die Ergebnisse des ersten Halbjahres 2026 zeigen, dass unsere vertriebsseitigen Maßnahmen sowie die konsequente Kostendisziplin wirken. Gleichzeitig bestätigen sie die Notwendigkeit und das Potenzial unserer strategischen Neuausrichtung. Mit „Grow Nonwovens, Reset Textiles“ schaffen wir die Grundlage für eine strukturell profitablere und widerstandsfähigere Lenzing Gruppe“, sagt Mathias Breuer, CFO der Lenzing Gruppe. Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr 2026 Der Rückgang der Umsatzerlöse verglichen mit dem ersten Halbjahr 2025, ist insbesondere auf das Zurückfahren von Fasern mit niedriger Marge und die damit einhergehende geringere Faserproduktion sowie auf niedrigere Erlöse aus dem externen Zellstoffgeschäft zurückzuführen. Im Vergleich zum ersten Quartal 2026 stiegen die Umsatzerlöse im zweiten Quartal 2026 von EUR 615,7 Mio. auf EUR 651,7 Mio., unterstützt durch gezielte vertriebsseitige Maßnahmen, insbesondere konsequente Preissetzungsmaßnahmen. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) belief sich im ersten Halbjahr 2026 auf EUR 239,2 Mio. nach EUR 268,6 Mio. im Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zum ersten Quartal 2026 stieg das EBITDA von EUR 116,3 Mio. auf EUR 123 Mio. im zweiten Quartal 2026 und unterstreicht den Fokus auf eine nachhaltige Verbesserung der Profitabilität. Die EBITDA-Marge lag bei 18,9 Prozent (Vorjahr: 20,0 Prozent). Die Ergebnisentwicklung wurde durch die konsequente Umsetzung des Performance-Programms sowie positive Einmaleffekte unterstützt. Das Betriebsergebnis (EBIT) lag bei EUR 83,7 Mio. (Vorjahr: EUR 109 Mio.), entsprechend einer EBIT-Marge von 6,6 Prozent (Vorjahr: 8,1 Prozent). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) belief sich auf EUR 42,6 Mio. nach EUR 22,1 Mio. im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich deutlich auf EUR 35,6 Mio. (Vorjahr: EUR 15,2 Mio.). Ausschlaggebend hierfür war insbesondere ein verbesserter Finanzerfolg infolge positiver Effekte aus der Fremdwährungsbewertung. Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit stieg im ersten Halbjahr 2026 auf EUR 160,4 Mio. nach EUR 150,1 Mio. im Vorjahreszeitraum. Wesentliche Treiber waren die gezielte Steuerung des Working Capitals und der Abbau von Vorräten. Der Free Cashflow verbesserte sich auf EUR 45,8 Mio. nach EUR 43,1 Mio. im Vorjahreszeitraum. Der Unlevered Free Cashflow stieg auf EUR 98,5 Mio. (Vorjahr: EUR 89,4 Mio.). Der Liquiditätsbestand einschließlich liquider Wechsel belief sich per 30. Juni 2026 auf EUR 618 Mio (31. Dezember 2025: EUR 690,9 Mio.). Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und biologische Vermögenswerte (CAPEX) lagen bei EUR 62,3 Mio (Vorjahr: EUR 61,3 Mio.). Die Bilanzsumme betrug wie zum 31. Dezember 2025 EUR 4,61 Mrd. Das bereinigte Eigenkapital stieg um 0,5 Prozent auf EUR 1,37 Mrd., die bereinigte Eigenkapitalquote lag bei 29,7 Prozent (nach 29,6 Prozent per 31. Dezember 2025). Die Nettofinanzverschuldung blieb mit einer leichten Erhöhung um 1 Prozent auf EUR 1,36 Mrd. weitgehend unverändert. Strategische Transformation wird beschleunigt Die neue Strategie „Grow Nonwovens, Reset Textiles“ baut auf den operativen Fortschritten der vergangenen Monate auf und richtet das Unternehmen konsequent auf profitables Wachstum, stärkere Widerstandsfähigkeit und fokussierte Marktsegmente aus. Ziel ist es, das Nonwovens-Geschäft weiter organisch auszubauen, das Textilgeschäft deutlich stärker auf differenzierte Premium-Marktsegmente und strategische Kundenpartnerschaften auszurichten sowie das Zellstoff- und Bioraffineriegeschäft weiter zu stärken. Mit der am 27. Juli 2026 vom Vorstand beschlossenen Konsolidierung von Faserproduktionsstandorten beschleunigt Lenzing die strategische Transformation der Gruppe und setzt damit entscheidende Maßnahmen, um das Unternehmen in einem grundlegend veränderten Marktumfeld langfristig erfolgreich zu positionieren. Damit schafft Lenzing die Grundlage für profitables Wachstum sowie eine noch widerstandsfähigere, fokussierte Lenzing Gruppe. Nachdem bereits im Geschäftsjahr 2025 Einsparungen von mehr als EUR 200 Mio. realisiert wurden, setzt Lenzing auch 2026 weitere Effizienzmaßnahmen um. Das fokussierte Performance-Programm zielt auf Einsparungen in Höhe von EUR 120 Mio. gegenüber den Ist-Werten von 2025 ab, die bis Ende 2027 voll ergebniswirksam werden sollen. Parallel dazu fokussiert sich Lenzing auf margenstarke Premiumfasern und hochwertige Marktsegmente, die unter den Marken TENCEL™, LENZING™ ECOVERO™ und VEOCEL™ vermarktet werden. Innovation, nachweisbare Nachhaltigkeit, Transparenz und starke Marken bleiben wesentliche Differenzierungsmerkmale. Mit Wirkung zum 1. Juni 2026 hat der Aufsichtsrat Georg Kasperkovitz zum Vorstandsvorsitzenden (CEO) der Lenzing AG bestellt. Der Vorstand besteht weiterhin aus Georg Kasperkovitz (CEO), Mathias Breuer (CFO) und Christian Skilich (CPO/CTO), und wird geschlossen die strategische Neuausrichtung der Lenzing Gruppe vorantreiben. Ausblick Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für 2026 ein globales Wirtschaftswachstum von drei Prozent. Die Prognose liegt weiterhin unter dem historischen Durchschnitt vor der Pandemie. Risiken bestehen insbesondere durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten, volatile Energie- und Rohstoffmärkte sowie eine verhaltene Konsumnachfrage in wichtigen Absatzmärkten. Die Lenzing Gruppe plant die Umsetzung der neuen Strategie „Grow Nonwovens, Reset Textiles“ konsequent fortzusetzen, um weitere Wertsteigerungspotenziale zu heben. Im Nonwovens-Bereich beabsichtigt Lenzing den zunehmenden Wandel von fossilbasierten Materialien zu cellulosischen Faserlösungen zu nutzen und das Nonwovens-Geschäft mittelfristig deutlich auszubauen. Dazu ist geplant Produktionskapazitäten von Textilfasern auf Nonwovens-Fasern umzustellen, das bestehende Produktportfolio, speziell im attraktiven Hygiene-Segment, zu erweitern sowie innovative Fasern der nächsten Generation für Nonwovens-Anwendungen zu entwickeln und am Markt einzuführen. Im Textilgeschäft fokussiert sich Lenzing auf differenzierte Premiumsegmente, innovative Spezialitätenlösungen und strategische Kundenpartnerschaften. Gleichzeitig zieht sich Lenzing schrittweise aus margenschwachen Standardfasern für Textilanwendungen zurück. Eine starke Innovationspipeline aus unternehmenseigenen Fasertechnologien und Plattformen der nächsten Generation, darunter TreeToTextile, LENZING™ Nonwoven Technology und hochentwickelte Filamentlösungen, soll das Wachstum in beiden Geschäftsbereichen beschleunigen. Das strategische Ziel des Unternehmens ist, mittelfristig wieder Umsatzwachstum mit einer EBITDA Steigerung von EUR 150 Mio. und einer EBITDA Marge von 20-25 Prozent zu erreichen sowie den Verschuldungsgrad (Leverage) unter 2,5x zu senken.
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05.08.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch EQS Group |
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2377396 05.08.2026 CET/CEST